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Zemella stürmt in Madrid auf Platz vier

Mit einer beeindruckenden Vorstellung sorgt Leon Zemella beim Weltcup in Madrid für das beste Ergebnis seiner noch jungen Karriere.

Was für ein Auftritt von Leon Zemella! Der 20-Jährige aus Tecklenburg hat beim Weltcup in Madrid mit Rang vier ein echtes Ausrufezeichen gesetzt. Bei seinem erst dritten Weltcup überhaupt kämpfte sich der Recurve-Schütze bis ins Halbfinale vor und musste sich erst dort sowie im Duell um Bronze zwei Olympiasiegern geschlagen geben. Bereits auf dem Weg in die Runde der besten Vier ließ Zemella aufhorchen. Mit dem Sieg über den Inder Dhiraj Bommadevara, Weltcupsieger von Antalya, unterstrich er eindrucksvoll sein Potenzial. „Ich habe mich auf meine eigene Leistung konzentriert und versucht, in jedem Match mein Bestes zu geben“, erklärte der 20-Jährige nach seinem Halbfinaleinzug.

Dort wartete mit Mete Gazoz (Türkei) der Olympiasieger von Tokio. Zemella verlangte dem Weltklasse-Schützen alles ab, musste sich am Ende aber mit 2:6 (25:30, 28:28, 28:30, 28:28) geschlagen geben. Noch enger verlief das Match um Bronze gegen den Südkoreaner Kim Je Deok. Auch hier hielt der Deutsche bis zum Schluss stark dagegen, unterlag jedoch knapp mit 2:6 (28:28, 29:30, 28:29, 28:28). Trotz der beiden Niederlagen überwog die Freude über den bislang größten Erfolg seiner Karriere. „Dieser Erfolg bedeutet mir sehr viel. Er zeigt mir, dass sich die harte Arbeit, das intensive Training und die Ausdauer der vergangenen Jahre ausgezahlt haben. Gleichzeitig motiviert er mich, diesen Weg weiterzugehen“, sagte Zemella.

Auch Bundestrainer Oliver Haidn fand deutliche Worte: „Überragend war in jedem Fall die Performance von Leon. Es macht Spaß, diesen jungen Mann so performen zu sehen. Wir freuen uns auf die gemeinsame Zukunft mit ihm.“Während Haidn für die Herren insgesamt eine positive Bilanz zog, sieht er bei den Frauen noch Entwicklungspotenzial. Katharina Bauer erreichte als Sechste das beste deutsche Ergebnis. Mit Blick auf die kommenden zwei Jahre bleibt der Bundestrainer dennoch zuversichtlich: „Wir haben noch zwei Jahre Zeit. Diese sollten wir alle nutzen wollen, dann ist alles möglich.“

Foto: World Archery Quelle: DSB
                                                                                                                  Zemella_World Archery