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SSG Teutoburger Wald steigt aus der 1. Bundesliga Luftpistole ab

Abschluss der Bundesliga-Saison: Raesfeld und Teutoburger Wald blicken auf knappe Duelle zurück. Das Finale ohne westfälische Beteiligung.

260106 Bundesliga gross SSGDie Bundesliga Luftpistole Nord hat mit den Wettkampfwochenenden 10 und 11 ein spannendes Finale erlebt. Für die Teams von SpSch Raesfeld und SSG Teutoburger Wald endete die Saison 2025/2026 mit gemischten Gefühlen: Harte Kämpfe, knappe Niederlagen und vereinzelte Triumphe prägten die letzten Runden. Aus Sicht der Beteiligten war es eine Saison des Lernens und der Motivation für die Zukunft, trotz der Positionen im unteren Tabellendrittel.

Das Wochenende begann am 3. Januar mit einem direkten Aufeinandertreffen der beiden Teams in Kriftel. Für SpSch Raesfeld war es die eine Chance, den Klassenerhalt sicher zu machen, doch es endete in einer bitteren 2:3-Niederlage gegen SSG Teutoburger Wald. "Wir haben alles gegeben, aber in den entscheidenden Duellen hat es nicht gereicht", kommentierte Jan Brückner, der Top-Schütze von Raesfeld, der mit 378 Ringen stark auftrat, aber letztlich unterlag. Seine Teamkollegin Lena Krampe holte einen Sieg mit 368 Ringen gegen Stefan Krause, und Matthias Halke sicherte den zweiten Punkt. Dennoch überwog die Enttäuschung: "Die Gesamtringe waren ausgeglichen, aber die Duelle haben uns den Sieg gekostet. Es zeigt, wie eng die Liga ist", so die Raesfelder. Aus ihrer Sicht war das Match ein Spiegel der Saison – solide Leistungen, aber fehlende Konstanz.

Für SSG Teutoburger Wald hingegen war der Auswärtssieg ein Highlight. "Das war ein wichtiger Boost für uns", freute sich Jan-Hendrik Waldvogt, der mit 381 Ringen den ersten Punkt holte. Luca Arrighi und Olga Kimla trugen mit ihren Siegen maßgeblich zum 3:2-Erfolg bei (Gesamtringe: 1838:1831). Gegen Raesfeld zu gewinnen, sollte den Teutoburgern Selbstvertrauen geben. Der Sieg brachte zwei wertvolle Mannschaftspunkte und hielt die Hoffnungen auf einen besseren Tabellenplatz am Leben.

Am Folgetag, ging es für beide Teams weiter. SpSch Raesfeld trat gegen den SV Niedererbach an und unterlag erneut knapp mit 2:3, obwohl sie in den Gesamtringen wieder sehr ausgeglichen waren (1846:1840). Jan Brückner glänzte wieder mit 382 Ringen und einem Sieg, doch das Stechen von Jona Terboven mit 0:9 gegen Pascal Wollnitza und andere Duelle kippten zugunsten der Gastgeber. "Es ist frustrierend, höhere Ringe zu schießen und trotzdem zu verlieren. Aber das motiviert uns für die nächste Saison.", sagte Jona Terboven, der in einem Stechen unterlag. 

Eine klare 0:5-Niederlage gab es für die SSG Teutoburger Wald gegen den Tabellenführer SV 1935 Kriftel (1847:1877). "Gegen so ein Top-Team ist es hart, aber wir haben uns nicht versteckt", erklärte Waldvogt, der mit 382 Ringen nah dran war an Top-Athlet Christian Reitz. Die Duelle gingen alle verloren, doch das Team bliebt optimistisch. Michael Quittschau kommentierte die Saison wie folgt: "Wir sind für eine Jahr in der 2. Bundesliga West und greifen neu an, um den Wiederaustieg schnellstmöglich zu schaffen."

In der Abschlusstabelle der Bundesliga Luftpistole Nord, die aus 12 Teams besteht, landete SpSch Raesfeld auf Platz 8 mit 6:16 Mannschaftspunkten und 22:33 Einzelpunkten. SSG Teutoburger Wald schloss auf Rang 12 mit denselben 6:16 Mannschaftspunkten, aber 17:38 Einzelpunkten ab. Beide Teams teilen sich somit die unteren Ränge mit Vereinen wie dem SV Bassum und dem SSV Fahrdorf. "Wir sind nicht zufrieden, aber wir haben gegen starke Konkurrenz gekämpft. Nächstes Jahr zielen wir wieder in Richtung Finale.", versprach Raesfelds Trainerin Margit Höller. Ähnlich bei Teutoburger Wald: "Platz 12 tut weh, aber die eingefahrenen Siege und die knappen NIederlagen zeigen Potenzial. Wir bauen darauf auf", so Landestrainerin und Betreuerin der Bundesligamannschaft Stefanie Meiner.

Die Saison endet damit, und für beide Teams steht nun die Analyse im Vordergrund. In einer Liga, die von Teams wie SV 1935 Kriftel (22:0 Punkte) dominiert wird, haben Raesfeld und Teutoburger Wald gezeigt, dass sie mithalten können – wenn auch nicht immer siegreich. Fans und Schützen blicken optimistisch in die Zukunft: "Es war lehrreich, und wir kommen stärker zurück."

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