Eintrag ins Goldene Buch, richtungsweisende Entscheidungen und ein eindrucksvoller Zapfenstreich.
Der erste Tag des 75. Westfälischen Schützentages bot den Gästen in Blomberg ein abwechslungsreiches Programm und setzte wichtige Impulse für die Zukunft des Westfälischen Schützenbundes.
Den feierlichen Auftakt bildete der Empfang durch Bürgermeister Christoph Dolle im Blomberger Rathaus. Dort wurde WSB-Präsident Dr. Maik Hollmann und Oberst Peter Begemann eine besondere Ehre zuteil: Beide durften sich in das Goldene Buch der Stadt eintragen.
Auch Bürgermeister Christoph Dolle erhielt eine besondere Auszeichnung. Der WSB verlieh ihm einen Ehrenpreis als Anerkennung für seine Verbundenheit mit dem Schützenwesen. In seiner Ansprache rückte Dolle vor allem die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements in den Mittelpunkt. Ohne die vielen Menschen, die sich mit Zeit, Herzblut und Tatkraft einbringen, sei eine Veranstaltung dieser Größenordnung nicht möglich. Anschließend ging es zum »Groene Plaats«. Dort wurde mit der traditionellen Baumpflanzung ein sichtbares und zugleich nachhaltiges Zeichen der Verbundenheit gesetzt. Bei fast bestem Wetter verlief die Pflanzung reibungslos und sorgte für einen gelungenen Start in den weiteren Tagesverlauf.
Nach einer zügig verlaufenen Hauptausschusssitzung konnte die 76. Delegiertenversammlung pünktlich um 17 Uhr eröffnet werden. WSB-Präsident Dr. Maik Hollmann begrüßte die anwesenden Schützenschwestern und Schützenbrüder und richtete den Blick dabei sowohl auf die Werte als auch auf die Zukunft des Verbandes. „Tradition bedeutet nicht Stillstand“, machte Hollmann in seiner Ansprache deutlich. Der WSB stehe nicht allein für den Schießsport, sondern ebenso für Ehrenamt, Bildung und Qualität. Besonders wichtig seien ihm die weitere Stärkung der Jugend sowie eine nachhaltige Förderung des ehrenamtlichen Engagements.
Diesen Gedanken griff auch Jugendsprecherin Jana Hollmann auf. In ihrem Beitrag appellierte sie an gegenseitige Akzeptanz, Fairness und Sportlichkeit innerhalb des Schützenwesens. Zugleich erinnerte sie daran, wie wichtig die im Schützensport gelebten Tugenden und Werte für ein respektvolles Miteinander sind. Für intensive Beratungen sorgte die vom Deutschen Schützenbund ausgehende Beitragserhöhung. Jochen Willmann und Volker Kächele vom DSB erläuterten anhand konkreter Zahlen die Hintergründe und machten deutlich, weshalb die Erhöhung aus ihrer Sicht unumgänglich sei. Die Mehrheit stimmte der Beitragseröhung zu.
Ein besonders emotionaler Moment gehörte Rolf Dorn. Für seine außergewöhnlichen Verdienste und seinen langjährigen Einsatz für das Schützenwesen wurde er zum Ehrenmitglied des WSB ernannt und zusätzlich mit der Präsidentenplakette in Gold ausgezeichnet. Die Ehrung würdigte ein beeindruckendes Engagement, das weit über das übliche Maß hinausgeht.
Mit Spannung wurden auch die anschließenden Wahlen erwartet. Nachdem sich die Delegierten für eine offene Abstimmung entschieden hatten, wurde Dr. Maik Hollmann erneut zum Präsidenten des Westfälischen Schützenbundes gewählt. Auch Wolfgang Tönjann und Jochen Willmann erhielten erneut das Vertrauen der Delegierten und führen ihre bisherigen Ämter fort. Neu in das Präsidium gewählt wurden Regina Cramer und Michael Höflich. Regina Cramer übernimmt künftig das Amt der Vizepräsidentin für Verbandssport. Michael Höflich wird den WSB als Vizepräsident für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit unterstützen, darüber hinaus wurden Markus Kittel und Manfred Ostländer zu neuen Rechnungsprüfern gewählt.

Den eindrucksvollen Schlusspunkt des Tages setzte der Zapfenstreich auf dem Blomberger Marktplatz. Vor einer beeindruckenden Kulisse entfaltete die feierliche Zeremonie ihre ganze Wirkung. Zahlreiche Mitwirkende, eine große Besucherschar und viele staunende Gesichter machten den Zapfenstreich zu einem besonderen Erlebnis.
Damit endete ein ereignisreicher erster Tag, der von gelebter Tradition, wichtigen Entscheidungen und einem starken Gemeinschaftsgefühl geprägt war – ein würdiger Auftakt zum 75. Westfälischen Schützentag in Blomberg.
